Rastenbachklamm
Wasser. Wald. Weitblick.
Manche Wege machen leise. Und genau darin liegt ihre Kraft. Die Rastenbachklamm beginnt fast vor der Haustür des Haus am Hang – und führt doch Schritt für Schritt aus dem Alltag hinaus. Holzstege, Stufen, kühler Schatten. Das Rauschen des Wassers gibt den Rhythmus vor, der Blick auf den Kalterer See öffnet den Raum. Einatmen. Ausatmen. Weitergehen. Hier wird Wandern nicht zur Aufgabe, sondern zum Zustand: entschleunigt, leicht, klar. Eine Runde für Kopf und Herz. Ohne Eile. Ohne Müssen. Einfach gehen – und ankommen.

Wo der Weg Höhe gewinnt
Über Weg 13 führt der Pfad zügig bergauf, hinein in den Wald und mitten ins Herz der Klamm. Nach wenigen Minuten beginnt der eindrucksvollste Abschnitt: Treppen und Stege leiten sicher durch Fels und Schlucht, Schritt für Schritt nach oben. Das Wasser rauscht nebenan, der Blick öffnet sich immer wieder ins Tal. Ein Weg, der Bewegung verlangt – und dafür mit Perspektive belohnt.
Ruhe statt Stress,
Natur statt Lärm, Genuss statt Hektik.
VOM HAUS AM HANG IN DIE KLAMM
Die faszinierende Wanderung zur Rastenbachklamm ist ein unvergessliches Erlebnis für alle, die die Gegend um den Kalterer See besuchen. Der Weg zur Schlucht beginnt nur wenige Schritte vom Haus am Hang entfernt, ein Grund mehr, diese schöne Wanderung während Ihres Aufenthalts hier einzuplanen.
Während der Wanderung können Sie einen wirklich spektakulären Blick auf den See und das Tal genießen, und ich muss zugeben, dass ich eine gute halbe Stunde lang innegehalten habe, um die Aussicht zu bewundern, verloren in meinen Gedanken und verzaubert von der Schönheit der umliegenden Berge.
Wir nehmen den Weg 13 und steigen schnell den Waldweg hinauf, um in wenigen Minuten zum spektakulärsten Teil der Wanderung zu gelangen, der mit Stegen und Treppen ausgestattet ist, die den Aufstieg durch die Schlucht ermöglichen und einen herrlichen Blick auf das Tal bieten. Wir erreichen den Wasserfall und steigen die letzten Stufen hinauf, bis wir den Gipfel erreichen, der auch das Ende des Weges innerhalb der Schlucht markiert. Von hier aus gelangt man auf dem Weg und den Schildern „St. Peter Ruine” folgend zur interessanten frühchristlichen Basilika St. Peter, der vermutlich ältesten Kirche Tirols. Wir kehren auf unseren Spuren zum Ausgang der Rastenbachschlucht zurück, überqueren die Hängebrücke und folgen den Wegweisern nach Altenburg, wo uns der wunderschöne Aussichtspunkt “Belvedere di Castelvecchio” erwartet. Auch von hier aus ist der Blick auf den Kalterer See besonders schön, nehmen Sie sich also ein paar Minuten Zeit, um zu entschleunigen und die Aussicht zu genießen! An dieser Stelle können Sie entscheiden, ob Sie über den Weiler Altenburg (auf der asphaltierten Straße) zum Ausgangspunkt zurückkehren oder zur Hängebrücke zurückgehen und den Weg bei den Ruinen zweier hoher Steintürme nehmen, indem Sie den Schildern zum Kalterer See folgen.
In beiden Fällen haben Sie eine schöne Rundwanderung ohne besondere Schwierigkeiten oder Höhenunterschiede zurückgelegt, die Ihnen jedoch landschaftlich und naturkundlich viel Freude bereitet.

Kirchenruine St. Peter
Ein kurzer Abstieg, ein sanfter Gegenanstieg – und plötzlich steht man mitten in Geschichte. Die Ruine St. Peter stammt aus dem 6. Jahrhundert und zählt zu den ältesten Kirchen Südtirols. Doch der Ort war schon lange davor bedeutend: Bereits vor über 3.000 Jahren diente dieser Platz als Kultstätte. Heute erzählen die stillen Mauern von vergangenen Zeiten, während sich Eidechsen auf den warmen Steinen sonnen – unbeeindruckt vom leisen Kommen und Gehen der Wanderer.

Mit sicherem Tritt durch die Klamm
Die Wanderung ist technisch einfach und gut begehbar – ohne besondere Herausforderungen.
Stege, Treppen und Waldwege machen die Klamm auch für Kinder zu einem kleinen Abenteuer.
Feste Wanderschuhe und ausreichend Wasser werden empfohlen.
Ein kleiner Parkplatz liegt direkt an der Rastenbachstraße, ist jedoch begrenzt. Größere, kostenpflichtige Parkplätze befinden sich am Kalterer See. Gäste vom Haus am Hang starten bequem zu Fuß.
Unter dem großen Wasserfall wartet eine erfrischende Naturdusche.
Durch die Rastbachklamm
altenburg-kardatscher weg
Von St. Josef führt der Weg nach dem Weingut Dominikus durch Flaumeichenwald in die Rastenbachklamm. Es wird kühler und steiniger: hinab zum Wasserfall, dann über Treppen und Brücken bergauf. Am Abzweig geht es zur Ruine St. Peter oder über Altenburg mit Aussicht zurück.
Dauer: 3 h (inklusive Fotostopps)
Länge: 8 km
Höhenmeter: 370 m / Tiefenmeter: 370 m
Ausgangspunkt: 238 m / Höchster Punkt: 620 m
Wegoberfläche: Schotter, gemischtes Erdreich
Manchmal reicht ein schmaler Steg, ein leises Rauschen
und ein weiter Blick,
um wieder bei sich anzukommen.

Zwischen Wald und Weite
Manche Ausblicke bleiben länger als der Weg dorthin. Entlang der Rastenbachklamm öffnen sich immer wieder neue Blickwinkel auf den Kalterer See: von oben, aus dem Wald, zwischen Fels und Licht. Der See wirkt weiter, ruhiger, fast fremd. Ein kurzer Stopp genügt – und die Perspektive verschiebt sich. Nicht nur nach außen, sondern auch im Kopf.











