Goldene Gravelkilometer mit Seeblick
Erst Schotter, dann Schorle –
pures Gravelglück zwischen Weinlaub und Kalterer See
Oktober ist unsere Lieblingszeit fürs Rennrad und Gravelbike. Nicht, weil man dann schneller fährt – sondern schöner. Im Frühling will man alles zerreißen, aber die Kondition ist oft noch im Winterschlaf. Im Sommer heißt es früh starten, bevor die Sonne gnadenlos brennt. Und im Herbst? Da fährst du nach dem Frühstück los. Ohne Stress. Ohne das Gefühl, etwas zu verpassen. Weniger Verkehr, warme Farben, klare Luft. In den Anstiegen kurz–kurz, für die Abfahrt ein Wechseltrikot und eine dünne Jacke. Perfekt.
5 GUTE GRÜNDE FÜR EINEN RADURLAUB ÜBER OSTERN AM KALTERER SEEE
Und rund um den Kalterer See fühlt sie sich besonders leicht an. Die Luft ist mild, der Himmel klar, die Wiesen blühen – und mit jedem Tritt wird der Kopf freier. Du kannst gemütlich um den See entlang rollen, ganz ohne Eile. Oder du biegst ab in die Weinberge, wo die Wege steiler werden und die Aussicht größer. Hier findet jede und jeder die passende Tour: entspannt oder sportlich, kurz oder lang. Danach wartet das Hotel: zum Baden, Saunieren, Ausruhen, Sonne tanken und einen Aperitivo genießen.
Der See kann im Frühling schon überraschen. Während oben am Berg noch ein kühler Wind weht, wird es hier unten schnell angenehm. Die Sonne steht höher, die Tage werden länger, und das Wasser sammelt Wärme – still und geduldig. Oft dauert es nicht lange, bis der erste Sprung ins Blau wieder möglich ist. Vielleicht noch kurz Luft holen, vielleicht nur die Füße hineinhalten. Aber dieses Gefühl ist da: Der Sommer ist nicht mehr weit. Und der Kalterer See beginnt schon jetzt, Urlaub zu sein.
Die Apfelblüte verzaubert die Landschaft rund um den Kalterer See jedes Jahr aufs Neue. Wenn der Frühling richtig ankommt, werden die Obstgärten plötzlich hell – ein weiß-rosa Meer aus Blüten, so zart, dass man fast leiser geht. Beim Radfahren oder Spazieren liegt der Duft in der Luft, und zwischen den Zweigen beginnt es zu summen: die ersten Bienen, fleißig und zufrieden. Auch in den Weinbergen regt sich neues Leben. Zarte Blätter sprießen, die Wiesen leuchten sattgrün. Alles wirkt frisch, leicht und voller Aufbruch. Eine Zeit, in der man am liebsten draußen ist – und Südtirol ganz nah spürt.
Im Frühling ziehen gerne mal kurze Regenschauer durch, der Südwind frischt auf, es wird etwas rauer. Und das ist völlig in Ordnung. Denn genau dann tut es gut, nach innen zu gehen – im wahrsten Sinn. Nach einer Radtour oder einem Spaziergang durch die Apfelblüte wartet Wärme: Sauna, Dampfbad, Ruhe. Die Muskeln werden weich, der Kopf wird still. Ein paar Längen im beheizten Pool, vielleicht eine Massage, vielleicht Yoga. Und danach: liegen, lesen, loslassen oder an der Hotelbar Vinylplatten lauschen und einen Drink nehmen. So wird der Urlaub auch ohne Sonne leicht. Und richtig erholsam.
Im Frühling fährt man die Mendelrunde am besten umgekehrt. So hat man auf den rund 30 Kilometern Anstieg ab Mezzolombardo immer die wärmende Sonne im Gesicht – und das weitläufige Nonstal als stillen Begleiter. Der Blick wird weiter, der Rhythmus ruhiger, und plötzlich fühlt sich jeder Höhenmeter leichter an. Ein kurzer Stopp am Lago di S. Giustina lohnt sich: Dort wartet das Einhorn des Künstlers Martelar, gebaut aus Ästen und Wurzeln. Und in Cavareno? Ein Gelato in der bekannten Gelateria. Perfekt!
HAUS AM HANG RAD-EQUIPMENT & -OUTFIT-CHECK
Bei uns beginnt der Radtag nicht erst am Sattel. Sondern schon davor. Im Haus am Hang gibt’s einen eigenen Bikeraum: sicher, kameraüberwacht, mit Werkzeug für kleine Reparaturen und einer Waschmöglichkeit fürs Bike. Und auch dein Outfit ist bei uns in guten Händen: Trikots waschen wir täglich kostenlos, damit du am nächsten Morgen wieder frisch starten kannst. Dazu kommt, was Sportler wirklich brauchen: die richtige Verpflegung. Leicht, stärkend oder einen Südtiroler Apfel. Damit aus Kilometern Genuss wird.
Interview mit Olympiasieger und gutem Freund
des Hauses Mario Kummer
Wie erholen Sie sich nach einer langen und anstrengenden Radtour?
- Nach einer langen Radtour erholt man sich am besten, indem man erstmal gut isst und trinkt, um seine eingegangenen Defizite in Bezug auf Energie und Flüssigkeit wieder auszugleichen.
- Ein kurzes Stretching Programm hilft die Muskeln wieder locker zu machen.
- Ein lockerer Muskel regeneriert einfach besser.
- Eine Sportmassage oder später vor dem Abendessen ein oder 2 Saunagänge tragen auch sehr gut dazu bei am nächsten Tag wieder fit zu sein.
Wie sollte man sich vor, während und nach der Tour ernähren?
- Ein gutes abwechslungsreiches Frühstück, idealerweise 2 Stunden vor der Tour gibt die Basis.
- Hier sollte man schon Wert auf ausreichend Kohlenhydrate legen.
Während der Tour muss man ausreichend trinken und je nach Länge und Intensität auch immer Kohlenhydrate in kleinen Mengen nachfüllen. - Geeignet dafür sind vor allem Trockenfrüchte oder Energieriegel. Gels machen in erster Linie Sinn, wenn man sehr intensiv fährt.
- Ein kurzer Kaffee Stopp ist auch immer eine gute Abwechslung und ideal für Flüssigkeits- und Energieaufnahme.
- Nach der Tour geht es darum dem Körper schnell wieder Energie zurück zu geben, um gut zu regenerieren und für den nächsten Tag wieder fit zu sein.
Haben Sie noch weitere Tipps für Ernährung?
- Eine ausgewogene Ernährung über den Tag ist sehr wichtig.
- Genug Flüssigkeit, Kohlenhydrate, Eiweise, gute Fette, Vitamine und Mineralstoffe sollten in ausreichendem Maße darin enthalten sein.
- In meinen Augen kann man das alles sehr gut mit natürlichen Produkten realisieren.
- Die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme sollte immer kontinuierlich erfolgen, nie in großen Mengen, die belasten nur die Verdauung.
- Das ist vor allem auch am Abend wichtig, um gut schlafen zu können. Der Schlaf ist die beste und wichtigste Regeneration.

veccia ferrovia
VECCHIA FERROVIA-KRABESALM-TRUDNERHORN-MÜHLEN
Die Königsetappe zur Königswiesn beginnt mit einer halben Runde um den Kalterersee. Über Etschdamm und alte Bahntrasse geht es durch die Castelfeder-Landschaft nach Montan. Vorbei an Weinbergen und Viadukten führt der Anstieg zur Krabesalm und weiter zur Hornalm. Panorama, Einkehr und eine lange Abfahrt zurück zum Haus am Hang.
Dauer: 5 h 45 min
Länge: 72,9 Kilometer
Höhenmeter: 1.850 m / Tiefenmeter: 1.850 m
Wegbelag: Asphalt, Schotter, Singletrail
Friends

RIDE WITH A PRO
Graveln und Rennradfahren rund ums Haus am Hang hat einen festen Mitfahrer: Mario Kummer. Freund des Hauses, regelmäßiger Gast und jemand, der weiß, wovon er spricht. Als ehemaliger Radprofi, Weltmeister und Olympiasieger bringt er über 40 Jahre Radsporterfahrung mit – und teilt sie hier im Blog. Seine Tipps sind persönlich, erprobt und genau das Richtige für unsere Gäste.
Matthias‘ Montiggl Runde
MONTIGGL-PLATTNERWÄNDE-HIRSCHPLÄTZE
Diese feine Halbtagestour führt auf den Mitterberg und sammelt überraschend viele Höhenmeter. Belohnt wird man mit spektakulären Ausblicken auf die Pfattner Wände, das Etschtal und Bozen. Über Montiggler Seen, Aussichtspunkte und Girlan geht es entspannt durch die Weinlandschaft zurück zum Haus am Hang.
Dauer: 3 h 15 min
Länge: 33,7 Kilometer
Höhenmeter: 730 m / Tiefenmeter: 730 m
Wegbelag: Asphalt, Schotter, Singletrail











